> Friedhofskultur
Evangelischer Friedhof Simmering
feuerlibelle, Donnerstag, 2. Juli 2015, 00:08
Der Evangelische Friedhof von Simmering bildet einen eigenständigen konfessionellen Friedhof innerhalb des Wiener Zentralfriedhofes.



Der Eingang zum Evangelischen Friedhof befindet sich zwischen Tor 3 und Tor 4, neben der 1924 errichteten städtischen Wohnhausanlage für Friedhofsbedienstete.


Quelle: wiensehen.at

Obwohl sich der Wiener Gemeinderat noch vor der Eröffnung des Zentralfriedhofes auf dessen konfessionslosen Charakter festgelegt hatte, wurde zunächst der Wiener Israelitischen Gemeinde und in der Folge auch den Protestanten ein eigener Sektor zugesagt, was im Lager der katholischen Fundamentalisten einen Sturm der Empörung auslöste.



Die Protestanten, deren Matzleinsdorfer Friedhof schon zum damaligen Zeitpunkt geschlossen werden sollte, erwarben das Areal im Osten des Zentralfriedhofs im Jahr 1903. Die Einweihung des neuen Friedhofs fand 1904 statt.



Die Atmosphäre des Evangelischen Friedhofs sticht vom übrigen Zentralfriedhof stark ab und auch dessen Charakter erinnert mich an den Matzleinsdorfer Friedhof. An der linken Friedhofsmauer und in der mittleren Hauptzeile befinden sich etliche schöne, zum Teil sehr noble Grüfte, mit bemerkenswerter Grabkunst, mit Statuen, Büsten und Mosaiken geschmückt, ohne deshalb protzig zu wirken.









Quelle: Wiener Friedhofsführer

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feuerlibelle, Donnerstag, 2. Juli 2015, 00:21


Edmund von Mojsisovics zählte schon während seiner Studienzeit 1862 zu den Gründungsmitgliedern des Österreichischen Alpenvereins und 1873 zu den Hauptinitiatoren der Vereinigung des Deutschen und des Österreichischen Alpenvereins. Er arbeitete seit 1865 an der k.k. Geologischen Reichsanstalt, deren Vizedirektor er von 1892 bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1900 war. Von Mojsisovics veröffentlichte grundlegende Arbeiten über Stratigraphie und Ammonitenfaunen der alpinen Trias, besonders der Hallstätter Kalke.
Quelle: Wikipedia
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feuerlibelle, Donnerstag, 2. Juli 2015, 06:51
Interessante Grabmäler –





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feuerlibelle, Donnerstag, 2. Juli 2015, 07:55
Spazierweg zwischen den Gräbern





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feuerlibelle, Donnerstag, 2. Juli 2015, 09:04
Egon Friedell,
https://de.wikipedia.org/wiki/Egon_Friedell



Es gibt eine bestimmte, ziemlich kleine Zahl von unveränderlichen Wahrheiten. Aber die Stellung, die die einzelnen Menschen zu diesen Wahrheiten einnehmen, ist eine recht verschiedenartige. Der Durchschnittsmensch zweifelt sie an. Das Talent macht den vergeblichen Versuch, sie zu vermehren. Und das Genie wiederholt sie.
(Steinbruch. Vermischte Meinungen und Sprüche. Wien, 1922)
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feuerlibelle, Donnerstag, 2. Juli 2015, 11:11
Ausdrucksstarke Skulpturen und die Vergänglichkeit des Reichtums –








Hallo meine Liebe,
Danke für diese Einblicke.
Und für alle Konfessionen gilt: Was für ein teurer Pomp für das, was von uns vergänglich ist. Ich lasse mich verbrennen und meine Asche irgendwo in die Natur streuen. Wenn man dereinst an mich denken will, kann man es überall tun. Bloß keinen dicken Stein auf meinem Grab - am schlimmsten sind die auf italienischen Friedhöfen.
Sei lieb gegrüßt, Iris

Wenn ich jetzt diesen Friedhof mit dem angrenzenden Zentralfriedhof hinsichtlich der Ruhe und der herrlichen Vegetation vergleichen sollte, dann finde ich diese kleine langgezogene Totenstadt netter und nahbarer. Ich habe mich dort über 3 Stunden aufgehalten – und bis auf eine Beerdigung mit etwa 20 Trauergästen, bin ich lediglich einer alten Dame mit Hut und den Friedhofsgärtnern begegnet. Keine schreienden Touristen, keine Radfahrer, keine Fiaker, keine Autos. Dort finden die Toten sprichwörtlich ihre heilige Ruhe.

Über die bemerkenswerte Grabkunst des 19./20.Jahrhunderts lässt sich nicht streiten, die nimmt man einfach zur Kenntnis und zwischen den Zeilen versucht man die Beweggründe zu erahnen.

Die italienischen Friedhöfe sind ja mit Marmor regelrecht überladen, was wenig verwunderlich ist, zumal das heimische Gestein günstig zu bekommen ist. Das hat auch unser Reiseleiter in Sizilien bestätigt.

Liebe Iris, danke für Deinen netten Kommentar und herzliche Sommergrüße aus Wien.
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feuerlibelle, Donnerstag, 2. Juli 2015, 23:21
Medaillons mit den Porträts der Verstorbenen finde ich stimmungsvoll und für mich als Friedhofsgast irgendwie versöhnlich, nicht vor einem gesichtslosen Grab zu stehen.





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